Selbstversuch: Foursquare® in Berlin

Ja ich weiß, ich hatte versprochen, schon vor zwei Wochen einen neuen Artikel zu veröffentlichen. Dies hat auf Grund von Bachelorarbeitsvorbereitungen leider nicht geklappt. Vergessen habe ich euch deshalb aber nicht. Ich war in Berlin und habe versucht, dort die Foursquare®-Lage zu checken. Hier meine Ergebnisse:Auf der Fahrt nach Berlin machte ich an einem McDonalds halt. Mir scheint es, als ist jeder McDonalds bei Foursquare® vertreten, also von sich aus und nicht, dass er über einen Nutzer eingetragen worden wäre. Specials gabs bei meinem Check-In leider nicht, aber ich hatte ja noch nicht viel erwartet. Nach ein wenig Recherche ist mir aber aufgefallen, dass McDonalds durchaus schon Specials über Foursquare® angeboten hat. Kann man hier bei allesfoursquare.de mal nachlesen. Ok, eingecheckt war ich und auch das erste mal konnte ich erkennen, dass neben mir auch andere Nutzer eingecheckt waren. Verrückt, und dabei waren gar nicht so viele im Restaurant.

Egal, weiter nach Berlin. Am Abend angekommen, ging ich ins Restaurant nebenan. Lara Beach. Der erste Blick aufs Handy verriet: Hier kannste einchecken. Aber leider wieder keine Specials, dafür aber schonmal Bewertungen von anderen Nutzern. Auch nach meinem Check-In fragte mich die App nach tollen Bildern des Lokals, nach meiner Meinung zum Essen oder zur Atmosphäre. Hab ich natürlich alles beantwortet, der nächste, der hier eincheckt soll ja auch was davon haben. Es müssen ja nicht immer Specials sein, aber vielleicht beeinflussen Bewertungen von Lokalen meine Entscheidung, sie zu besuchen, wenn ich in der Nähe bin. Ein weiterer Blick auf die App verriet mir, dass der Mayor nur 3 Besuche in den letzten 60 Tagen hatte. Das galt es für mich zu schlagen. 3 Besuche in 3 Tagen sollten ja wohl machbar sein, vor Allem vor dem Hintergrund dass ich noch mindestens einen fest geplant hatte.

Screenshot vom Check-In im Lara Beach Restaurant

Screenshot vom Check-In im Lara Beach Restaurant

Am nächsten Tag war shoppen angesagt. Ich gebe zu, dass ich dabei das Einchecken ein wenig versäumt habe, was aber nicht an übermäßiger Shopping-Aktivität, sondern eher an -13 Grad Außentemperatur lag. Das ist nicht gut für die Finger. Am Nachmittag stand aber ein Besuch eines recht bekannten Burger-Restaurants an. Beim Rauchen vor dem Lokal konnte ich einen “Check-In here”-Foursquare®-Sticker erkennen. Das erste mal, dass ich so etwas gesehen habe. So ein Sticker heißt für mich: Hier nutzt ein Unternehmen wirklich mal Foursquare® für das CRM. Also zückte ich das Handy und wollte einchecken, nach Specials suche etc. Leider fand ich das Lokal in der App nicht auf Anhieb. Sollte eigentlich großflächig blinken mit allerhand Bildern, Bewertungen und anderen tollen Sachen, die mich beim Check-In erwarten. Dachte ich jedenfalls. Nach kurzer Suche konnte ich es dann aber doch entdecken. Bewertungen gab es genug, Bilder auch, aber wieder keine Specials. Egal, wenigstens was. Die Bewertungen waren durchgehend spitze, was mich nicht verwunderte, ich war ja auch schon dort.

Screenshot mit dem Check-In im Burger-Restaurant "The Bird"

Screenshot mit dem Check-In im Burger-Restaurant “The Bird”

Der letzte Check-In auf meiner Reise fand wieder im Lara Beach statt, allerdings eben dort nur der zweite, was also nicht zum Bürgermeistertum in Berlin gereicht hat.

Insgesamt kann ich sagen, ja, ich hätte noch viel öfter einchecken und somit nach Specials und perfekte Werbung Ausschau halten können, aber trotzdem habe ich einen ganz guten Einblick gewonnen. Allein für die Bewertungen, die natürlich in der Masse durchaus noch ausbaufähig sind, finde ich die App sehr gut. So kann man sich vorher einen Überblick verschaffen, ob man ein Restaurant betritt oder nicht. Klar, dafür gibt es auch andere Plattformen, aber ich finde es gut. Specials und Angebote hätte ich sicherlich auch entdeckt, hätte ich genauer Ausschau gehalten und wäre eher in Szenevierteln unterwegs gewesen. Dort klebt bestimmt an jeder Scheibe so ein “Check-In-here”-Sticker.

Was sagt ihr? Habt ihr Erfahrungen in der Hinsicht mit Foursquare® gemacht? Fallen euch die blauen Foursquare®-Sticker auf? Würdet ihr euch vor einem Besuch die Bewertungen in der App durchlesen?

4 Gedanken zu „Selbstversuch: Foursquare® in Berlin

  1. Sehr interessant und gut geschrieben. Dein Selbstversuch veranschaulicht die Problematik von Foursquare® ganz gut: Wenn keiner mitmacht, fehlen die Anreize. Und wenn die Anreize fehlen, macht keiner mit. Ob alleine Bewertungen und hübsche Bilder ausreichen, um die User länger zu binden, oder um neue User zu akquirieren sei dahingestellt. Die Unternehmen sollten sich genau überlegen, welche Strategie sie dabei verfolgen. Auch ich hätte mehr Specials erwartet. Die blauen Aufkleber sind mir jedoch noch nicht aufgefallen. Weder in Berlin, noch in Ilmenau ;)

    1. Aber diese Problematik beschreibe ich ja die ganze Zeit. Allerdings hätte ich bestimmt auch Specials entdeckt, wenn ich länger gesucht hätte. Im Großen und Ganzen fand ich das mit den Bewertungen schon einen enormen Fortschritt im Gegensatz zum simplen Check-In in Ilmenau, wo es niemanden interessiert.

  2. Gut geschriebener Artikel, ich hätte aber jetzt ein bisschen mehr Foursquare-Gedöhns in Berlin erwartet. Komisch, dass da überhaupt nichts mit Specials war.
    Zu deiner Frage: Nutzen tue ich die App nicht, aber wenn ich die Möglichkeit habe, vor dem Betreten eines unbekannten (!) und von niemanden aus meinem Bekanntenkreis empfohlenen (!) Restaurants mal kurz zu checken, wie das so sein soll, dann würde ich das tun. Meine Oma hat zwar immer gesagt “in ein leeres Restaurant geht man nicht rein”, aber es ist immer besser, mehrere Kriterien an der Hand zu haben. ;)

    1. Danke für das Lob :)
      Wie gesagt, es gibt laut Aussage von Kaffeecup durchaus Specials in Berlin, ich war wahrscheinlich nur nicht an den richtigen Orten dafür. Und wie ich es schon oft erwähnt habe und was auch einen großen Einfluss auf mein Fazit haben wird ist der Nutzeranteil.

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